Das aktuelle Programm:

Freitag, 10.9.2010
19.30, 20.30 und 21.30 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene: Fr. 33.-
Jugendliche (bis 18 J.): Fr. 18.-
 
Wiesner/Buser – Musik mit Saiten und Platten
Urs Wiesner (Vibraphon) und André Buser (E-bass)
Wiesner/Buser – Musik mit Saiten und Platten

Saison-Eröffnung der 9. Konzert-Saison in der Kulturscheune

Die Vertrautheit im Zusammenspiel, über mehr als ein Jahrzehnt gewachsen, lässt federleichte Blüten enstehen. Humor und Freude am Selbstvergessen wollen immer in Griffweite dieses Duos bleiben.

Zuhause in den verschiedensten musikalischen Welten, von Europa über Kuba bis Asien (kein Werbegag!), entstehen groovige und klangsinnliche „Improvisations-Anstösse“ für Vibraphon und E-bass, vorwiegend Eigenkompositionen aus der besonderen Besetzung heraus geboren. Das starke Gravitationszentrum von Jazz und Fusion erlaubt den beiden Musikern sich auch mal an die Ränder dieses Sonnensysthems treiben zu lassen.

Vibraphon und E-bass zusammen ergänzen sich zu einem Kleinstorchester mit allen Registern. Auch die Perkussion wird darin wirksam. Besonders die Flageoletttöne der Basssaiten verbinden sich aufs Wunderbarste mit dem eindringlichen Sound der Metallplatten.

André Buser (Dozent Musikhochschule BS) und Urs Wiesner (Dozent Musikhochschulen BS und ZH), spielten und spielten neben dem Duoprojekt auch im Quartett POAT und im Trio Günther Wehinger zusammen. Beide sind in Sissach BL in der Nachbarschaft aufgewachsen.
Urs Wiesner: „Mein Vater Toni war Organist. Ihm verdanke ich die immer noch wachsenden Liebe zu fliessender Musik (Bach) und zu choralischen Harmonien. André‘s Vater verdanke ich mein erstes Zusammentreffen mit Afrikanern. Dies alles war prägend für meine Jazzmusiker-Berufung.“

Klangsensibilität, improvisatorische Fabulierlust und Groove sind die Geister die Wiesner/Buser riefen. Geraten Sie bitte nicht in Zauber-Haft! Zauber hofft!

Hat der alte Hexenmeister Garry Burdon oder Joe Zawinul
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
(beihnahe Johann Wolfgang von Goethe)

Eine gemeinsame Veranstaltung zur Saison-Eröffnung mit Dichter- und Stadtmuseum Liestal und Theater Palazzo zu „RegioArt in Wort und Ton“.

„Dichtermuseum“:
Dicht, Dichter, am Dichtesten: Slam Poetry mit Daniela Dill und Simon Chen.

„Theater Palazzo“:
Phantasiegeschichten von und mit Maria Thorgevsky und Dan Wiener.
Siehe auch: www.wiener.ch

Eine Eintrittskarte für drei Veranstaltungen!>

Weitere Informationen:
www.urswiesner.ch www.andrebuser.com
Samstag, 18.9.2010
20.30 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene: Fr. 33.-
Jugendliche (bis 18 J.): Fr. 18.-
 
„Changes“ – The Song is You
La Velle (voc), Thomas Dobler (vib), Françis Coletta (g), Reggie Johnson (b) und Sangoma Everett (dr).
„Changes“ – The Song is You

Freuen Sie sich auf swingende Lebensfreude die ins Ohr geht und Gefühl und Körper ansteckt mit fünf Koryphäen der europäischen und amerikanischen Jazzszene.

Die Sängerin La Velle ist nicht nur eine hervorragende Sängerin mit einem Stimmumfang von fast 4 Oktaven. Sie ist vor allem auch eine humorvolle „Entertainerin“, die niemanden unberührt lässt. Im Chicago der späten 40er-Jahre des letzten Jahrhunderts in eine Musikerfamilie geboren, absolvierte sie ihre Ausbildung an der Julliard School in New York. Anschliessend sang sie an den grössten Opernhäusern der Welt, wie der Metropolitan Opera in New York und der Scala in Mailand. Als Jazzsängerin arbeitete sie mit Ray Charles, Lionel Hampton, Sammie Davis Jr. und vielen mehr.

Der Zürcher Vibraphonist Thomas Dobler und der aus Marseille stammende Gitarrist Françis Coletta gehören zu den virtuosesten und umtriebigsten Jazzmusikern Europas, die über eine unglaubliche Palette an Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten verfügen. Ihre Freundschaft und die zahlreichen gemeinsamen Konzerte liessen sie zu einem hervorragend eingespielten Duo verschmelzen.

Reggie Johnson und Sangoma Everett bilden eine perfekte „Rhythm Section“, die als Begleiter von Dizzy Gillespie, Sonny Rollins, Keith Jarrett, Art Blakey, Carmen McRae, Phil Woods, Clark Terry und vielen anderen Jazzgeschichte geschrieben hat.

Die Band „Changes“ widmet sich den grössten Komponisten des New Yorker Broadways der Jahre 1920 bis 1940: Bekannte und unbekannte „Songs“ aus der Feder von Jerome Kern, Oscar Hammerstein, Rodgers & Hart und George Gershwin. Dabei gibt es auch einige wunderbare Melodien wiederzuentdecken. Denn obwohl diese „Songs“ oft als Essenz des Jazz bezeichnet werden, geriet dieses fantastische Repertoire in den letzten Jahrzehnten – von vielen zeitgenössischen Jazzmusikern sträflich vernachlässigt­ – etwas in Vergessenheit.

„Changes“ führt mit ihrer Liebe zum „Song“ den Jazz (zur Freude des Publikums) gewissermassen wieder an die Wurzeln heran.

Weitere Informationen:
www.myspace.com/thomasdobler
Sonntag, 17.10.2010
17.00 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene: Fr. 33.-
Jugendliche (bis 18 J.): Fr. 18.-
 
gli staccati ­­– Bläserquintett – „Bliibe gärn“
Fränzi Badertscher (Flöte), Ingo Baltzer (Oboe), Martin Frey (Klarinette) Johannes Jöhri (Fagott) und Hanspeter Lieberherr (Horn)
gli staccati ­­– Bläserquintett – „Bliibe gärn“

Ein Werkstattkonzert mit dem Bläserquintett gli staccati und dem Komponisten David Wohnlich.

Ein Programm voller Wärme und virtuoser Spielfreude mit Werken von Ferenc Farkas, Gwyn Parry-Jones und einer Uraufführung von David Wohnlich.

Bliibe gärn
Tradition ist der liebe Feind der Erstarrung
(Da Won Ling, 653-721)

Man bleibt gern. Gelegentlich wagt man Ausflüge, schweift in fremde Gefilde, hofft, sie zu eigenen machen zu können und fragt sich bisweilen, warum man das denn möchte.

Vielleicht deshalb, weil das "Hier", in dem man gern bleibt, auch nicht über alle Zweifel erhaben ist. Dann entdeckt man, dass das Gute, das man in der Fremde gelernt hat, eigenes Ungutes zu Hause ersetzen könnte. Es könnte das Bleiben beleben.

Das tun Komponisten, wenn sie sich auf tradierte Musik ihrer Region (manche nennen das "Volksmusik") beziehen. Sie wollen das Kunststück schaffen, ihre Heimat gleichzeitig zu lieben und aus ihrer Erstarrung zu wecken.

Die Heimat sollte es ihnen danken; oft tut sie das nur zögerlich. Viele Mitmenschen sind dankbar dafür, dass künstlich am Leben erhaltene Folklore ihnen in ihrem Lebensprojekt, sich zu verblöden, hilft. Das hat Künstlerinnen aller Zeiten nicht daran gehindert, freimütig mit der Tradition umzugehen. Lustvoll, heiter, engagiert schöpfen sie aus der Tradition, setzen sie dem aus, was sie in der Fremde erlebt haben. Dann schauen sie auf ihr Werk und sagen: Bliibe gärn.
 
David Wohnlich

Weitere Informationen:
www.badertscher.fr
Vorverkauf:   Buchantiquariat "Poete-Näscht"
Rathausstrasse 30, 4410 Liestal
Tel 061 921 01 25

Oeffnungszeiten:
Di -– Fr 13.30– - 18.30 Uhr
Sa und So 10.00 -– 16.00 Uhr

oder über die Kulturscheune
Tel 061 923 19 92
www.kulturscheune.ch
Abendkasse:   jeweils eine Stunde vor Beginn des Konzertes
 
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